Enge Zusammenarbeit zwischen dem BFW Hamburg und Werks- und Betriebsärzten noch intensivieren

Portrait von Herrn Stender

Im Aprilheft des Mitgliedermagazin des VDBW der Werks- und Betriebsärzte „VDBW aktuell“ war das Schwerpunktthema der Erhalt der Arbeitsfähigkeit. In einem Artikel wurde die Zusammenarbeit des Berufsförderungswerkes Hamburg mit Betriebsärzten näher beleuchtet. Die Schnittstellen des Zusammenwirkens von BFW und Betriebsärzten bieten viele Möglichkeiten, haben aber auch noch Potenzial für weitere Vertiefung.
In einem Interview zeigt Dennis Stender, Leiter des Gesundheitsmanagements im Berufsförderungswerk Hamburg, auf, wie die Zusammenarbeit zum Wohle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen noch besser gestaltet werden könnte.

Die berufliche Rehabilitation hat die Integration der Rehabilitanden in den ersten Arbeitsmarkt zum Ziel. Wo sehen Sie hier die Kooperation mit Werks- und Betriebsärzten?
Werks- und Betriebsärzte arbeiten an der Schnittstelle. Wenn sie auf uns zukommen und wir auf sie, ergibt das mehr als die Summe der Teile. Denn: Wir erfahren, was ein Reha-Teilnehmer mitbringen muss und können konkrete Kenntnisse zum Leistungsprofil sowie zum Hilfsmittelbedarf liefern. Viele Unternehmen wissen nicht, welche Möglichkeiten es gibt, Arbeitsplätze zu gestalten. Durch den Austausch können wir die Rehabilitanden zielgerichtet auf zukünftige Arbeitsplätze vorbereiten und die Betriebe Ihren Fachkräftebedarf besser abdecken. Daher möchten wir die Kooperation mit den Gesundheits- und Personalverantwortlichen in den Unternehmen intensivieren.

Sehen Sie neben der Integration von Rehabilitanden noch weitere Bereiche, in denen Kooperationen sinnvoll sind?
Klar – beim betrieblichen Eingliederungsmanagement, kurz BEM. Wenn bei einer Wiedereingliederung die Möglichkeit und Anforderung für eine Rückkehr auf den Arbeitsplatz bewertet oder die Perspektiven für eine innerbetriebliche Umsetzung geprüft werden sollen, reicht oft der Blick des Mediziners allein nicht aus. Hier bietet das RehaAssessment ein Leistungsportfolio, das individuell auf die Betriebe abgestimmt werden kann. Neben der Abklärung eines arbeitsmedizinischen Leistungsprofils, erfassen Psychologen die kognitiven Ressourcen sowie die personalen und sozialen Kompetenzen. Zusätzlich werden bei Arbeits- und Belastungserprobungen die fachlichen Kompetenzen ermittelt. Die Ergebnisse werden abschließend mit dem Anforderungsprofil der vorgesehenen Stelle gematcht und bei Bedarf notwendige Anpassungen, Unterstützungsbedarfe oder Hilfsmittel vorgeschlagen. Das abschließende Leistungsbild ermöglicht eine realistische und zielorientierte Eingliederungsplanung. Kleinere Unternehmen verfügen oft nicht über eigene Werks- und Betriebsärzte. Ihre Leistungen werden dann extern eingekauft und sind daher oft kaum in betriebliche Prozesse eingebunden. Dann fehlen oft ausreichende Ressourcen oder Strukturen für ein differenziertes betriebliches Eingliederungsmanagement.

Wie unterstützen Sie hier?
Für die Planung, Begleitung und Umsetzung eigener BEM-Verfahren können Betriebe auf ein umfängliches Leistungsportfolio des Berufsförderungswerkes Hamburg zurückgreifen: Das Integrationsmanagement berät Personalverantwortliche, Arbeitnehmer und Betriebsräte und BEM-Verantwortliche im Eingliederungsprozess, koordiniert oder involviert gegebenenfalls weitere Beteiligte und moderiert die Eingliederungsplanung. Es sichert den Informationsfluss, prüft und dokumentiert den Prozessverlauf und die Prozessergebnisse. Unser Gesundheitsmanagement mit seiner Expertise in den Disziplinen Medizin, Psychologie und RehaSport begleitet den Arbeitnehmer und stabilisiert den Eingliederungsprozess. Dabei geht es in erster Linie um die Akzeptanz und realistische Selbsteinschätzung der aktuellen und perspektivischen Leistungsfähigkeit. Zudem erfolgt eine Beratung zu Angeboten und Anbietern von Leistungen zur Stabilisierung und Förderung der Gesundheitskompetenz. Bei Bedarf führen die verschiedenen Professionen auch Coaching- und Trainingsangebote für Einzelne und Teams durch. Die Qualifizierung berät zu fachlichen Themen und ermöglicht die Aktualisierung oder Aufbau benötigter Kompetenzen. So können auch klein- oder mittelständische Unternehmen ein individuelles und umfassendes BEM gewährleisten.

Das Interview führte Dr. Hergen Riedel

Aktuelle Starttermine

Vorbereitung

15.04. und 21.10.2019
Reha-Vorbereitungslehrgang (RVL)

15.04. und 05.08.2019
Reha-Vorbereitungstraining RVL und RVT3)

05.08.2019
Reha-Vorbereitungstraining (RVS/VBS/RVT6)

 

Reha-Assessment

29.04.2019 Eignungsabklärung
03.06.2019 Eignungsabklärung
29.07.2019 Eignungsabklärung
26.08.2019 Eignungsabklärung
23.09.2019 Eignungsabklärung
21.10.2019 Eignungsabklärung
18.11.2019 Eignungsabklärung

 

I Plus - qualifiziert in Arbeit

23.04.2019 Kaufmännische Qualifizierung
29.04.2019 Technische Hausmeister
11.06.2019 Kaufmännische Qualifizierung
24.06.2019 Technische Hausmeister
05.08.2019 Kaufmännische Qualifizierung mit Schwerpunkt Verwaltung/ Gesundheit
26.08.2019 Kaufmännische Qualifizierung
02.09.2019 Technische Hausmeister
14.10.2019 Kaufmännische Qualifizierung mit Schwerpunkt Verwaltung/ Gesundheit
28.10.2019 Kaufmännische Qualifizierung
04.11.2019 Technische Hausmeister

Fachausbildung

29.07.2019
Technische-, IT- und Medien-Qualifizierung

29.07.2019
Umschulung/ Weiterbildung mit Bildungsgutschein
Weitere Informationen.

29.07.2019
Kaufmännische Qualifizierung
Weitere Informationen.

 

 


Ferienplan 2019

Bitte beachten Sie, dass in unseren Ferienzeiten kein Info-Dienstag stattfindet.

Sommer              15.07.-02.08.2019
Herbst                04.10.-11.10.2019
Weihnachten      23.12.-01.01.2020

 

 

 

 

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