Historie

Rehabilitation mit Tradition

In den 20erJahren ... war "berufliche Rehabilitation" noch ein Fremdwort. Die in Hamburg-Hamm vom Senat gegründete Einrichtung hieß Hamburger Werkstatt für Erwerbsbeschränkte, HAWEE. Sie war ein Kind des Krieges: Hier sollten Kriegsversehrte und Behinderte Arbeit finden.

Ende der 40er Jahre ... waren die zerstörten Werkstätten wieder hergestellt und mit ihnen das Leitmotiv: Erwerbslose und fürsorgebedürftige Hamburger sollten nach der Gesellenprüfung den Ersten Arbeitsmarkt erreichen.

Ende der 50er ... wird umgedacht: Erhaltung und Wiederherstellung der Arbeitskraft bekommen Vorrang vor Rentenzahlung. Gebraucht werden nicht nur Werkstätten für Behinderte, sondern auch Ausbildungsplätze.

In den 60ern ... ist Wirtschaftswunderzeit. BILD trifft mit "Wer will, kann wieder arbeiten" den Zeitgeist und das BFW baut aus. 1962 entstanden die Werkstatt für Menschen mit Behinderung und das Lehr - und Umschulungswerk zur Ausbildung von Fein- und Elektromechanikern. Zwei Jahre später heißt das Werk: "Berufsförderungswerk Hamburg" - mit Zusatz: "Werkstätten für Erwerbsbehinderte GmbH".

In den 70, 80, 90ern ... kommen neue Berufe hinzu: Vom Mechaniker und Bautechniker über den Kaufmann im Gesundheitswesen bis zum IT-Systemelektroniker, Bauzeichner, Technischen Zeichner. Kaufmännische und Verwaltungsberufe gehören zum Portfolio. Die Zeichen stehen auf Expansion.

Nach der Jahrtausendwende ... stecken neue Wettbewerber und die gute Beschäftigungslage den Rahmen ab. Das BFW muss umstrukturieren, sich straffen, neu ausrichten. Es bietet neu entwickelte flexible Qualifizierungen an.

Heute ... was bleibt, ist: Das Berufsförderungswerk Hamburg versteht sich weiter als gemeinnütziges, werteorientiertes Bildungsunternehmen. Es eröffnet Menschen mit Handicaps neue Wege in sozialversicherungspflichtige Jobs. Das Ziel: Rückkehr in den Ersten Arbeitsmarkt. Teilhabe am Arbeitsleben und damit am aktiven Leben der Gesellschaft.


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